Emmi‘s room, Öl auf Leinwand, 110 x 125 cm, 2008
Ausstellungsansicht aus der Temporären Kunsthhalle des vdek, Berlin 2011
Emmi‘s room (die Feier), Öl auf Leinwand, 220 x 150 cm, 2010
Situation in meinem Atelier, Emmi's room, Mischtechnik auf Leinwand,
140 x 150 cm, 2009
folgende 3 Abbildungen:
Emmi's room, je 110 x 125 cm, 2008/2009, Mischtechnik auf Leinwand
zuletzt: Ausstellungsansicht, Galerie Linda, 2008

 

Emmi's room


In „Emmi's room“ beschäftige ich mich, unterstützt von einer fiktiven Emmi, mit der willkürlichen Kombination von Hinterlassenschaften, wie man sie in entmieteten Wohnungen vorfindet. Emmi ergänzt das Gefundene, fügt Dinge hinzu die ihr gefallen, kopiert Lieblingsstellen und streicht anderes durch. Sie hinterlässt neue Spuren und verschwindet.

Mit Emmis Hilfe und beeinflusst von dem Ort an dem ich arbeite erfinde ich Stimmungen, Interieurs, Handlungen und ihre Spuren für meine Bilder. Es entstehen eine Art Stillleben, deren Arrangements nicht nur von mir kommen: Emmis Logik hat ihren Teil daran.

Die Figur Emmi steht für die Abwesenheit eines Individuums, deren Eigenheiten und Lebensumstände aus den Spuren ihres Handelns in diesen Räumen gelesen werden müssen. Emmi ist den Überbleibseln und Abfallprodukten unseres Kulturkreises ausgesetzt und stellt aus der Kombination dieser „Reste“ eigene Zusammenhänge her. Immer wenn ich eintreffe, ist Emmi schon los.

Die Figur befreit mich von der Tradition der Dinge und stellt Sinnzusammenhänge her, deren Ursprung ich nicht immer ableiten kann. Es entsteht eine Beobachtung, deren Motive ich nicht unbedingt kennen muss.
Zuletzt habe ich mich darauf verlegt, diesen Überlagerungen von Gefundenem und Erfundenem, von Emmi und mir in tatsächlichen Räumen nachzugehen und mehr einen installativen Charakter der Idee zu fördern. (wie in Arbeiten in Räumen)

 

The project „Emmi's room“ is about the arbitrary combination of leftovers the way you can find them in de-rented flats. The fictive Emmi helps me here. She completes what is found, adds things that she likes, copies favourite spots and erases others. She leaves new traces and disappears.

With Emmis help und influenced by the place I work in, I invent atmospheres, interieurs, actions and their traces. The results can be seen as still lives, even though its arrangements aren't only invented by me: Emmi's logic also played its part.

The figure Emmi stands for the absence of an individual, whose traits and living conditions can be read from the traces of her actions. Emmi is ingeniously handed over to the oddments and garbage of our cultural field and is therefor forced to build her own coherences out of these combinations of leftovers.

I've been also pursuing these overlaps of findings and inventions by transfering the „Emmi-World“ into the room itself and in so doing support an installative character of the idea. (as in Arbeiten in Räumen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Emmi's room